Ob durch tief verschneite Wälder Lapplands, über gefrorene Seen oder unter tanzenden Polarlichtern. Eine Fahrt mit dem Hundeschlitten verbindet die Magie des Nordens mit der Kraft und der Eleganz der Schlittenhunde.

Was ist eine Hundeschlittentour?

Hund eines Gespanns © Sven-Erik Knoff/Visit Norway

Der Hundeschlitten wurde früher als Transportmittel genutzt. Nicht nur Vorräte wurden so transportiert, sondern auch wilde Tiere gejagt. Heute wird dieser mehr als Unterhaltung oder im Wettkampfsport genutzt.

Bei einer Tour mit einem Hundeschlitten wird ein Hundegespann vor einen Schlitten gespannt. Dann kann die Fahrt durch verschneite Landschaften starten. Dabei sitzen Sie in der Regel auf dem Schlitten, können die spektakuläre Aussicht bewundern und der Hundeschlittenführer, der sogenannte Musher, fährt den Hundeschlitten. Im Gespann hat jeder Hund seine bestimmte Aufgabe: Der Leithund läuft voraus und ist für den Musher das wichtigste Tier. Die Swing Dogs unterstützen den Leithund beim Wenden und die Team Dogs geben dem Gespann seine Geschwindigkeit. Letztendlich können bis zu 20 Hunde einen Schlitten ziehen.

 

Die besten Reiseziele für Hundeschlittentouren

Schlittenfahrt durch den Wald © Anna Öhlund/imagebank.sweden.se

Finnland: Wer durch verschneite Wälder und über zugefrorenen Seen fahren möchte, sollte eine Hundeschlittentour in Finnland machen. Insbesondere in Inari, Levi oder Joensuu können Hundeschlittentouren unternommen werden.

Schweden: In der Region Lappland herrschen im Winter optimale Bedingungen für eine Fahrt mit dem Hundeschlitten durch verschneite Wälder und beeindruckende Moorlandschaften.

Norwegen: In der Region um Tromsø  kann nicht nur die wunderschöne Natur bestaunt werden. Mit etwas Glück können Sie während der Hundeschlittentour tanzende Nordlichter am Himmer beobachten.

Was erwartet Sie auf einer Hundeschlittentour?

Bevor das große Abenteuer beginnt, lernen Sie zunächst Ihr Hundegespann kennen. Je nach Gelände und Gewicht des Schlittens besteht das Team meist aus vier bis sechs Huskys.

Im Anschluss erhalten Sie eine ausführliche Einweisung. Wenn Sie sich für eine Tour entschieden haben, bei der Sie den Schlitten selbst steuern, erklärt Ihnen ein erfahrener Musher die Grundlagen des Mushings: Wie Sie den Schlitten lenken, welche Kommandos die Hunde verstehen und worauf Sie unterwegs achten sollten.

Dann heißt es: Leinen los! Sie stehen auf dem Schlitten, geben die ersten Kommandos und schon gleiten Sie durch die verschneite Landschaft.

Am Ziel angekommen werden die Hunde versorgt – ein Moment der Nähe und Dankbarkeit. Sie haben Zeit, Fotos zu machen, die Huskys zu streicheln und das Erlebte wirken zu lassen. Ein echtes Highlight für alle, die sich nach einem authentischen Naturerlebnis sehnen.

Für wen sind Hundeschlittentouren geeignet?

Eine Fahrt mit dem Hundeschlitten ist ein echtes Highlight für die ganze Familie – besonders für alle, die Natur, Tiere und Bewegung lieben. Mit einem Gespann aus Huskys durch die verschneite Wildnis zu gleiten, ist nicht nur ein Spaß, sondern auch eine intensive Erfahrung, die lange in Erinnerung bleibt.

Die Touren führen durch atemberaubende Landschaften, in denen die skandinavische Natur in ihrer ganzen Schönheit erlebt werden kann: stille Wälder, glitzernde Schneeflächen und weite Horizonte. Wer das Abenteuer sucht, kann hier seine Komfortzone verlassen und den Nervenkitzel spüren, wenn der Schlitten Fahrt aufnimmt und die Hunde voller Energie loslaufen.

Dabei ist auch ein wenig körperlicher Einsatz gefragt: Besonders bei längeren Touren ist es von Vorteil, eine gewisse Grundfitness mitzubringen. Denn je nach Strecke und Anbieter kann es vorkommen, dass man beim Lenken des Schlittens oder bei der Versorgung der Hunde aktiv mithelfen darf – was das Erlebnis noch authentischer macht.

Praktische Tipps für eine Tour mit dem Hundeschlitten

Schlittenhundefahrt im Sommer © Matias Fosso/Visit Norway

Die beste Reisezeit für ein Fahrt mit dem Hundeschlitten ist von Dezember bis April. Auch im Sommer ist das Fahren mit dem Hundeschlitten möglich. Die Kufen werden dann durch Räder ersetzt und es geht durch die grüne Landschaft Skandinaviens.

Da die optimale Temperatur für die Hunde bei -10°C liegt, kann es während der Fahrt ganz schön kalt werden. Besonders wichtig daher ist das Tragen einer Winterjacke sowie einer Skihose, die wasserdicht sind. Natürlich dürfen die Handschuhe, eine Mütze sowie der Schal nicht fehlen. Um auch bei längeren Fahrten nicht zu frieren, empfiehlt sich das Zwiebelprinzip. Einige Anbieter stellen zusätzliche Kleidung für die Fahrt. Als letztes sollten Sie eine Sonnenbrille nicht vergessen. Durch den hellen Schnee kann die Sonne stark blenden.

Für alle, die den Winter einmal anders erleben möchten, bietet sich eine Fahrt mit dem Hundeschlitten an. Die Mischung aus Aktivität und die Verbindung zur Natur werden Sie so schnell nicht mehr vergessen.


Mediaangaben Fotos: 
Hundeschlitten in Røros © Terje Rakke/VisitNorway.com
Hund eines Gespanns © Sven-Erik Knoff/Visit Norway
Schlittenfahrt durch den Wald © Anna Öhlund/imagebank.sweden.se
Schlittenhundefahrt im Sommer © Matias Fosso/Visit Norway